Montag, 22. Mai 2017

Rezension zu "Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge" von Ruth Hogan

Quelle: Ullstein

Titel: Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge
Autor/in: Ruth Hogan
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-471-35147-5
Preis: 18,00 € Hardcover; 14,99 € eBook




Jeder Gegenstand, den Anthony Peardew auf der Straße findet, hat eine Geschichte. Er sammelt und archiviert sie alle in seinem gediegenen viktorianischen Haus und plant, sie eines Tages an ihre ursprünglichen Besitzer zurückzugeben. Denn er selbst sieht sich nur als Hüter der verlorenen Dinge. Vor Jahren hat er selbst etwas verloren, das er seitdem auf seinen Streifzügen sucht: ein Schmuckstück. Es gehörte seiner großen Liebe, und das Medaillon verbindet sie noch immer mit ihm. Anthony muss diese besondere Aufgabe jedoch an seine Erbin Laura weitergeben, ohne ihr von dem großen Geheimnis erzählt zu haben, das seine Sammlung umgibt.



Ich finde, dass die Geschichte sehr außergewöhnlich war. Die Handlung rund um die verlorenen Dinge, die von Anthony Peardew gesammelt wurden und nach seinem Tod an seine Assistentin Laura vererbt wurden, war einmal etwas ganz anderes. Jedes Ding hat seine eigene Geschichte und Mr. Peardew hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Dinge ihren eigentlichen Besitzern zurückzugeben. Das mag zwar ein unmögliches Unterfangen sein, doch Laura schafft es mit der Hilfe von Freddy und Sunshine dennoch, einige Dinge zurückzugeben. 
Die Protagonisten fand ich recht außergewöhnlich, vor allem Sunshine, Bomber und Eunice fand ich wirklich klasse. Laura ist mir manchmal etwas zu egozentrisch und anstrengend gewesen, was aber nicht unbedingt schlecht ist, denn so wirkte sie einfach echter. 
Die Geschichte ist in zwei Zeitstränge bzw. Handlungsstränge gegliedert, die einmal die Geschichte von Laura, Freddy und Sunshine erzählen, aber auch die von Bomber und Eunice. Ob und wie die beiden Geschichten zusammenhängen, müsst ihr natürlich selbst herausfinden, ich hätte damit aber nicht gerechnet und es hat mich wirklich erstaunt.
In der Geschichte gab es eine übernatürliche Komponente, die mich ehrlich gesagt ein klein wenig gestört hat, da die ganze Story damit etwas von ihrem Realitätsbezug verloren hat. Prinzipiell hat mir das zwar gut gefallen, aber wenn die Autorin diese Komponente weggelassen hätte, hätte die Geschichte mir noch besser gefallen. 
Der Schreibstil war flüssig und ich musste an einigen Stellen lachen. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich endgültig in der Geschichte drin war, aber dann habe ich es sehr schnell weggelesen. Gestern habe ich sogar die halbe Nacht durchgelesen, weil ich endlich wissen wollte, wie alles zusammenhängt und wie die Geschichte schlussendlich aufgeklärt wurde. 


Alles in allem hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Zwar hatte ich ein paar kleine Kritikpunkte, trotzdem hat es mir Spaß gemacht sie zu lesen, da es eine schöne Story für Zwischendurch war. Von mir bekommt Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge 3,5 von 5 Sternen.










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