Montag, 24. Juli 2017

Rezension zu "Vong" von H1

Quelle: Ullstein

Titel: Vong
Autor/in: H1
Verlag: Ullstein
ISBN:  978-3-548-37773-5
Preis: 9,99 € Taschenbuch; 8,99 € eBook


H1 had 1 kleins Buch geschribem. Mit dem will er uns dem VONG sprache 1 klein wemig näher bringem so vong interesse her. Beim lesem vong dem Buch kann man dem Seele baumeln lassem - umd alle regelm der Deutschem Sprache sprengem ...
Plötzlich kursiert im Netz VONG - der Hype um ein ganz neues Deutsch jenseits aller bekannter Rechtschreib- und Grammatikregeln und mit ganz eigener Logik. Man kann sogar Bücher damit machen. Deswegen präsentiert der bekannteste VONG-Protagonist H1 in diesem Band - das VONG-Wörterbuch - das Tagebuch von H1 - VONG-Sprüche für alle Gelegenheiten - und jede Menge Bonus-Material




Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar angefragt, da ich gerne mehr über diesen plötzlich kursierenden Trend erfahren wollte, denn ich habe die Sprache bis jetzt nicht ganz verstanden. Als Germansitikstudentin interessiert mich Sprache im Allgemeinen, vor allem aber auch Jugendsprache und Trendwörter. Hier wurde eine komplett neue Sprache erfunden, die allen gängigen Rechtschreibregeln trotzt und bei der kaum ein Wort richtig geschrieben wird. Auch die Grammatik fehlt hier voll und ganz. 
Ich muss ehrlich sagen, dass mir das Buch, was den Ursprung dieses Phänomens betrifft, nicht wirklich weitergeholfen hat. Ich hätte gerne erfahren, woher dieses plötzliche "Vong" stammt, von dem alle reden, das wurde mir hier aber leider nicht erklärt. Dennoch fand ich das Buch wirklich amüsant, auch wenn es stellenweise wirklich zu viel des guten war. Man bekommt zu Anfang eine kurze Liste von wichtigen Wörtern, ohne die man diese Sprache wohl nicht verstehen würde. Darauf folgt dann ein Interview mit dem Autor, was ich ein wenig albern fand, aber nun gut. Weiter ging es dann mit Sprüchen und Geburtstagswünschen, die teilweise so flach waren, dass sie schon wieder komisch waren. Das Tagebuch von H1 fand ich persönlich am gelungensten, denn es war einfach so furchtbar, dass es schon wieder gut war. Außerdem waren Gutenachtgeschichten und die Lebensgeschichte des Autors enthalten, die ich ein wenig over the top fand. Hätte nicht unbedingt sein müssen. Ich weiß nach dem Lesen des Buches immerhin ein wenig mehr mit diesem merkwürdigen Phänomen anzufangen, als vorher. Wirklich weitergebracht hat es mich da aber auch nicht, vielleicht ist es auch einfach nicht so ganz meine Art von Humor.


Um zwischendurch immer mal ein paar Seiten darin zu lesen, finde ich es gut. Aber ich konnte auch nie mehr als 10 Seiten lesen, dann wurde es mir einfach etwas zu anstrengend und auch ein wenig zu albern. Wer diesen Trend total super findet, sollte sich das Buch einmal anschauen. Für mich war es definitiv keine Pflichtlektüre. Eigentlich möchte ich es auch gar nicht bewerten, da es eben kein klassischer Roman ist, sondern eher eine kleine Textsammlung mit einem Miniatur-Wörterbuch. Da ich es jedoch als Rezensionsexemplar erhalten habe und es mit Sternen bewerten muss, werde ich ihm 2,5 Sterne geben. Kann man lesen, muss man aber nicht. Viel verpasst hat man auf jeden Fall nicht, wenn man es nicht gelesen hat. 


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